Journal article
Neuromyotonie 2003
Aktuelle Neurologie, Vol.30(10), pp.502-504
2003
DOI: 10.1055/s-2003-45017
Abstract
Zusammenfassung
Die Neuromyotonie ist klinisch durch Muskelkrämpfe, Steifigkeitsgefühl und Bewegungsbehinderung charakterisiert. Es handelt sich um eine Daueranspannung der Muskeln mit kontinuierlicher Muskelfaseraktivität. Ihr liegt eine Übererregbarkeit der peripheren Nerven zugrunde. Elektrophysiologisches Korrelat sind repetitive Entladungen motorischer Einheiten oder auch gruppierte, rhythmisch wiederkehrende Entladungen wie bei der Myokymie. Die Störung wird erworben beispielsweise durch Demyelinisation, Autoimmunreaktion, Röntgenbestrahlung, Toxinwirkung, kommt aber auch genetisch bedingt vor. Pathophysiologisch handelt es sich um eine Erkrankung der Membran der Axone, in vielen Fällen mit Veränderung der spannungsabhängig gesteuerten K
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-Kanäle. Mittel der Wahl für die symptomatische Therapie sind Carbamazepin und Phenytoin, kausal gerichtet bietet sich eine immunsuppressive Therapie mit Kortikosteroiden, Azathioprin und Plasmaseparation an.
Details
- Title: Subtitle
- Neuromyotonie 2003
- Creators
- L Gutmann - Department of Neurology, Robert C. Byrd Health Science Center, West Virginia University, Morgantown WV, USA, 26506H. C Hopf - Neurologische Klinik, Johannes Gutenberg-Universität, Mainz, Deutschland
- Resource Type
- Journal article
- Publication Details
- Aktuelle Neurologie, Vol.30(10), pp.502-504
- DOI
- 10.1055/s-2003-45017
- ISSN
- 0302-4350
- eISSN
- 1438-9428
- Language
- German
- Date published
- 2003
- Academic Unit
- Neurology
- Record Identifier
- 9984020744602771
Metrics
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